Islamisches Zentrum Hamburg
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Nachrichten Code : 87633
Datum der Veröffentlichung : 11/18/2015 5:23:09 PM
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Pressebericht von Dörte Massow, ÖkumenischesForum HafenCity

250 Frauen aus verschiedenen Religionen rücken zusammen
„Woher kommt Barmherzigkeit?  Hat Gott Gefühle? Kann Gott das Leid eines  dreijährigen Kindes empfinden, das unter Gewalt, Krieg und Verfolgung leidet und mit seinen Eltern auf der Flucht ist?“ -Fragen, die sich die Frauen unter dem Motto „Barmherzigkeit“ aus der Perspektive ihrer jeweiligen Religion beim 4. Interreligiösen Frauenbegegnungstag stellten.  Mitstreiterinnen fanden  sie  für ihre Projekte der aktuellen Flüchtlingshilfe an vielen Orten der Stadt. Für die Unterstützung der in den Kriegsregionen verbleibenden Menschen warb Frau Wafa Emari. Sie gründete 2014 den Wohltätigkeitsverein Yassin e.V., der Medizin, Krankenbetten, Rollstühle und andere lebensnotwendige Hilfsgüter nach Syrien schickt.

Dialog und Freundschaft mit Andersgläubigen setzen diese  Frauen gegen Ausgrenzung, Hass und Gewalt. 250 Frauen  aus Norddeutschland  versammelten sich am 14. November 2015 im Islamischen Zentrum Hmaburg–Blaue Moschee an der Alster, die erstmals Gastgeber dieses Treffens war. Alle Teilnehmer/innen würdigten die Leidenden von Gewaltangriffen  und gedachten der nächtlichen Terror-Opfer in Paris mit einer Schweigeminute.

Seite an Seite setzten die Frauen aus verschiedenen Kirchen, verschiedenen Moschee-Gemeinden, aus der Bahai-Religion und dem Buddhismus ein Zeichen mit ihrem gemeinsamen Friedensgebet. Für die christliche-ökumenische Andacht und das muslimisches Mittagsgebet gewährten sie einander wie immer Gastfreundschaft.

Ayatollah Dr. Reza Ramezani  drückte seine Freude aus über die beeindruckende Begegnung der Frauen verschiedener Religionen für Verständigung und Frieden. In allen Religionen sollte die Liebe und Barmherzigkeit Gottes  die wahre Quelle für das Handeln der Gläubigen sein, betonte er. Frau Aydan Özuguz, die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration würdigte in ihrem Grußwort die nun schon jahrelange fruchtbare  Zusammenarbeit des  Interreligiösen Frauennetzwerkes  in Hamburg, das für alle Religionen offen ist.

 

       


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