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Redner: Ayatollah Dr. Reza RamezaniDie Wunder des Heiligen Qur’anIm Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.
Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten.
Liebe Schwestern und Brüder,
ich rate mir selbst und Ihnen allen, die göttlichen Tugenden anzunehmen und sich in allem danach zu richten, die Ordnung des Herrn zu befolgen und das Verbotene zu vermeiden.
In Fortsetzung unseres Themas über die Kenntnis des Heiligen Qur’an ist es notwendig, einige Punkte im Hinblick auf die im heiligen Qur’an enthaltenen Wunder zu erwähnen. Bisher ist es im Laufe der Zeit niemandem gelungen, etwas dem Heiligen Qur’an auch nur annähernd Ähnliches hervorzubringen. Im Qur’an selbst werden zwar alle Wissenschaftler und Literaten dazu aufgerufen, dies zu versuchen, doch es wird ebenso klar festgestellt, dass sie dazu nicht imstande sein werden. Hier möchte ich nun einige Fenster öffnen, durch die wir Einblicke in die Wunder des Heiligen Qur’an gewinnen können.
1. Das literarische Wunder
Zweifellos ist dem Heiligen Qur’an das absolut höchste Maß an Ausdruckskraft und Sprachstil eigen und konnte und kann damit die eloquentesten und fähigsten Vertreter der arabischen Sprache beeindrucken. Diese qur’anische Sprache ist so besonders, dass WalÍd, einer der hartnäckigsten Widersacher des Islam, davon so fasziniert und im wahrsten Sinne des Wortes überwältigt war, dass er eingestehen musste, dass die Ausdrucksform und der Satzbau der Verse so ausgezeichnet sind, dass ein gewöhnlicher Mensch niemals der Urheber sein kann!
Die amerikanische Professorin Mary Gaylord Dorman beschreibt den Heiligen Qur’an mit folgenden Worten: „Der Heilige Qur’an wurde dem Gesandten Gottes, Mohammad (s.a.s.), Wort für Wort mittels Gabriel offenbart, und jedes Wort darin ist vollkommen und vollendet, und somit ist der Heilige Qur’an ein ewiges Wunder und bestätigt alles, was der Gesandte Gottes (s.a.s.) gesagt hatte. Ein Aspekt der vielen Wunder des Heiligen Qur’an ist die Ausdrucksart und die perfekte Formulierung; dies alles ist so vollkommen, dass weder ein Mensch, noch ein anderes Lebewesen etwas auch nur den kleinsten Suren Gleichwertiges hervorbringen könnte.“
Und Professor A. Guillaume sagt: „ Der Heilige Qur’an mit seinem schönen Wortlaut hat einen so herzlichen Klang, dass er unweigerlich das Gehör auf sich lenkt.“ Auch viele christliche Araber loben den Stil des Heiligen Qur’an sehr. Gleiches sagen viele Orientalisten, die die arabische Sprache und Literatur kennen. Wenn der Heilige Qur’an rezitiert wird, dann zieht seine die Seele beruhigende Ausstrahlung die Aufmerksamkeit des Zuhörers auf sich. Der Klang der rezitierten Verse war es, der die Stimme der Gegner verstummen ließ und den Aufruf zum göttlichen Gesetz des Propheten des Islam (s.a.s.) verstärkte und den Heiligen Qur’an absolut unnachahmbar gemacht hat.
Im großen und breiten Spektrum der arabischen Sprache, sei es nun Lyrik, Poesie oder Literatur, findet man kein Werk, das man mit dem Heiligen Qur’an auch nur im weitesten Sinne vergleichen könnte. Die tiefe Wirkung der Qur’anverse auf die Araber und auch Nichtaraber ist so intensiv, dass man die Zügel aus der Hand gibt.
2. Das wissenschaftliche Wunder
Der Heilige Qur’an ist auch aus wissenschaftlicher Sicht ein Wunder, denn darin sind unzählige unentdeckte Geheimnisse aus den verschiedensten Gebieten der Naturwissenschaften, Geografie, Anthropologie, Geschichte, Astronomie usw. enthalten. Es sind genau diese Aspekte, die die Wissenschaftler aus Orient und Okzident zu Forschungen in allen Richtungen motivieren und sie in blankes Erstaunen versetzen. Nachfolgend sollen einige dieser Fakten erwähnt werden:
a) Bezüglich der Pflanzenstrukturen lesen wir in Vers 19 der Sure al-¼iºr:
„Und die Erde haben Wir ausgedehnt und darauf feste Berge gesetzt, und Wir ließen alles auf ihr wachsen, was ausgewogen ist.“
b) Was die Vermehrung der Pflanzen anbelangt, so lesen wir in Vers 22 derselben Sure:
„Und Wir senden die fruchtbar machenden Winde (hinab). Dann senden Wir Wasser aus den Wolken nieder, dann geben Wir es euch zu trinken; und ihr hättet es nicht aufspeichern können.“
c) Auch das Gesetz der paarweisen Struktur, was die Pflanzen ebenfalls betrifft, lesen wir in Vers 3 von Sure ar-Raþd:
„Und Er ist es, Der die Erde gedehnt und auf ihr fest gegründete Berge und Flüsse gemacht hat. Und von allen Früchten hat Er auf ihr zwei, ein Paar, gemacht. Er lässt die Nacht den Tag überdecken. Darin sind wahrlich Zeichen für Leute, die nachdenken.“
d) Eine Beschreibung der Erde und dass sie sich stets bewegt, lesen wir in Vers 53 der Sure ÓÁ HÁ:
„(Er ist es), Der euch die Erde zu einer Lagerstatt gemacht hat und für euch auf ihr Wege sich hinziehen ließ und vom Himmel Wasser herabkommen lässt, womit Wir dann Paare von verschiedenen Gewächsen hervorbringen.“
e) Die Beschreibung der Erde, und dass sie rund ist, lesen wir in Sure al-NÁziþat, Vers 30:
„Und Er breitete hernach die Erde aus.“
Es ist sicherlich wichtig, zu wissen, dass der Heilige Qur’an ein Buch der Rechtleitung für die Menschen ist; darin sind viele wissenschaftliche Wegweiser, die den Menschen zu höheren ideellen Werten führen. Daher können wir den Heiligen Qur’an nicht als rein wissenschaftliches Buch ansehen, sondern wir müssen wissen, dass es ein Buch für alle Belange des Menschen ist, das ihn sein ganzes Leben hindurch begleiten und zum rechten Weg führen möchte.
Andere Aussagen im Heiligen Qur’an betreffen geschichtliche Aspekte über die vergangenen Epochen, die Kenntnis vom Göttlichen und die Feststellung, dass es niemandem möglich war und auch in Zukunft niemandem möglich sein wird, auch nur einen ähnlichen Vers zu formulieren. Diese Tatsache steht im Heiligen Qur’an selbst, wie aus Vers 88 der Sure al-IsrÁ’ deutlich wird:
„Sprich: ‚Wenn sich auch die Menschen und die Dschinn vereinigten, um etwas Gleiches wie diesen Qur'an hervorzubringen, brächten sie doch nichts Gleiches hervor, selbst wenn sie einander beistünden.’“
Und in den Versen 23 und 24 der Sure al-Baqara heißt es:
„Und wenn ihr im Zweifel seid, was Wir Unserem Diener offenbart haben, dann bringt doch eine Sure gleicher Art bei und ruft eure Zeugen außer Gott an, wenn ihr wahrhaftig seid. Doch wenn ihr es nicht tut - und ihr werdet es nicht tun - dann hütet euch vor dem (Höllen)feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind. Es ist für die Ungläubigen bereitet.“
Folglich kann dieses Buch immer von den Muslimen als Grundlage für alle Lebenslagen gebraucht werden, denn es wurde absolut keine Änderung daran vorgenommen und wird auch nicht vorgenommen werden. Gott, der Erhabene, schützt Selbst diesen Qur’an und deshalb wird die Falschheit niemals einen Weg finden, wie in den Versen 41 und 42 der Sure FuÈÈilat dargelegt wird:
„…Es ist fürwahr ein wahrhaftes Buch, an das das Falsche weder von vorne noch von hinten herankommt, eine Offenbarung von einem Allweisen und Lobenswürdigen.“
Die Tatsache, die nun schon seit 15 Jahrhunderten im Heiligen Qur’an steht, hat gezeigt, dass alle Mühen der Feinde des Islam fehlgeschlagen sind und die bösen Absichten, dieser Schrift etwas hinzuzufügen oder etwas aus ihr zu löschen, sind nicht in Erfüllung gegangen, und auch in Zukunft wird sich am Heiligen Qur’an nichts ändern.
Abschließend möchte ich noch ein paar Worte zu dem traurigen Anlass des Todestages von Hazrate Fatima (a.s.) sagen. Zuerst möchte ich feststellen, dass es uns nicht möglich sein wird, alle Tugenden und edlen Eigenschaften dieser großartigen Frau aus spiritueller und wissenschaftlicher Sicht so zu erforschen, wie es ihrer würdig wäre. Daher sollte jeder Mensch mit seinen jeweils eigenen Möglichkeiten versuchen, diese besondere Persönlichkeit kennen zu lernen. Sie war eine so edle und ehrwürdige Persönlichkeit, dass ihr Vater, Prophet Mohammad (s.a.s.), wiederholt feststellte: „Der Vater sei Opfer für die Tochter“ Dies sollte uns zum Nachdenken bringen. Er sagte auch sehr oft „Fatima ist ein Teil von mir“,undhieraus ersehen wir, dass Fatima für den Gesandten Gottes der liebste Mensch war. Er sagte auch zu ihr „Gott wird zornig, wenn Du zornig bist, und zufrieden, wenn Du zufrieden bist.“ Auch das verdeutlicht uns den hohen Status dieser edlen Frau vor Gott, dem Erhabenen, denn sicherlich ist ein Mensch, dessen Zorn Gott, den Erhabenen, zornig macht, und dessen Zufriedenheiten auch Ihn zufrieden sein lässt, dem allmächtigen und gnädigen Herren sehr nah.
Auch den Ehrennamen dieser großen Persönlichkeit gilt es Aufmerksamkeit zu schenken, wie z. B. ÆeddÍqe - die Wahrhaftige, MobÁrake - die Gesegnete, ÓÁhere - die Reine, Zakiye - die Lautere, RÁ±iye - die Zufriedene, Mar±iye - die Zufriedengestellte, MohaddeÝe - die Überliefernde und natürlich ZahrÁ - die Strahlende; jeder Beiname verweist auf eine der edlen Tugenden dieser großartigen Persönlichkeit, und wir hoffen, dass Gott, der Erhabene, uns die Gnade gewährt, unsere Kenntnis und Verantwortung gegenüber dieser göttlichen Persönlichkeit zu erkennen.
Und der Friede sei mit euch und die Gnade Gottes und Seine Segnungen. |